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Warum Fluki manchmal der bessere Lerncoach ist

Aktualisiert: vor 2 Tagen

Was ein umgestürzter Baumstamm mit Lernen zu tun hat.


Neulich waren Fluki und ich im Wald unterwegs. Vor uns lag ein umgestürzter Baumstamm.

Fluki blieb zuerst stehen.

Er schaute den Stamm an. Ging ein paar Schritte nach links, dann nach rechts. Schnüffelte. Setzte eine Pfote auf den Stamm, nahm sie wieder zurück.

Und dann fand er, ganz in seinem Tempo, seinen Weg darüber.

Einen Moment später stand er auf der anderen Seite – stolz und zufrieden, als hätte er gerade einen kleinen Berg bezwungen.

Ich musste lächeln.

Denn sofort dachte ich an viele Kinder, die zu mir ins Lerncoaching kommen.

Für uns Erwachsene sieht eine Aufgabe oft einfach aus. Für Kinder kann sie sich anfühlen wie ein grosser Baumstamm, der plötzlich den Weg versperrt.


Hund auf einem Baumstamm im Wald als Symbol für kleine Schritte und Motivation beim Lernen.
Ein Schritt nach dem anderen.

Was ich an diesem Spaziergang gelernt habe

1. Jeder findet seinen eigenen Weg

Fluki hat nicht den schnellsten Weg gewählt. Er hat den Weg gewählt, der für ihn gepasst hat.

Auch beim Lernen gibt es nicht den einen richtigen Weg. Manche Kinder brauchen mehr Zeit, andere versuchen verschiedene Strategien, bevor sie eine Lösung finden.

Und das ist völlig in Ordnung.


2. Beobachten und Nachdenken gehören dazu

Fluki ist nicht einfach losgestürmt. Er hat zuerst geschaut, überlegt und ausprobiert.

Auch Kinder dürfen sich Zeit nehmen. Nicht jede Aufgabe muss sofort gelöst werden. Manchmal hilft ein kurzer Moment zum Nachdenken mehr als hektisches Weitermachen.


3. Kleine Erfolge sind wichtig

Als Fluki auf der anderen Seite angekommen war, sah man ihm die Freude richtig an.

Dabei war es «nur» ein Baumstamm.

Für Kinder sind solche Erfolgserlebnisse genauso wichtig. Eine gelöste Aufgabe, ein richtig geschriebenes Wort oder zehn Minuten konzentriertes Arbeiten können grosse Schritte sein.

Diese kleinen Erfolge verdienen Aufmerksamkeit.


Mein Fazit

Fluki ist kein Lerncoach. Aber er erinnert mich immer wieder daran, was beim Lernen wirklich zählt: den eigenen Weg finden, sich Zeit nehmen dürfen und sich über Fortschritte freuen.

Wenn dein Kind das nächste Mal vor einer Aufgabe sitzt, die ihm zu gross erscheint, denke vielleicht an einen Baumstamm im Wald.

Manchmal braucht es keinen grossen Sprung. Manchmal reicht es, den nächsten kleinen Schritt zu finden.


Denn Lernen ist kein Wettlauf. Lernen ist ein Weg und jeder Schritt zählt.

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